Abgeschlossen Datum: 25.–27. September 2024

Sprache in der „Berliner Republik“

Tagung im Rahmen des Forschungsnetzwerks „Sprache und Wissen“
Sprache in der „Berliner Republik“
25.-27. September 2024 in Heidelberg

Veranstaltet von dem DFG-Forschungsgruppenprojekt „Kontroverse Diskurse. Sprachgeschichte als Zeitgeschichte seit 1990“

Veranstaltungsort: Akademie der Wissenschaften, Karlstraße 4, 69117 Heidelberg

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos; eine formlose Anmeldung an wengeler@uni-trier.de wird erbeten.

Konzept
Programm als PDF

Sprache in der „Berliner Republik”

Tagung des Forschungsnetzwerks „Sprache und Wissen” · 25.–27. September 2024 · Heidelberg

Wie kontrovers ist unser öffentlicher Diskurs seit der Wiedervereinigung wirklich?

Seit 1990 hat sich die politische Sprache der Bundesrepublik immer wieder gewandelt – geprägt von gesellschaftlichen Umbrüchen, neuen Krisen und immer wieder aufflammenden Grundsatzdebatten. Doch wie genau lässt sich diese Entwicklung sprachwissenschaftlich fassen? Und was verrät der Streit um Begriffe über den Zustand unserer Gesellschaft?

Die Tagung präsentiert erste Ergebnisse des DFG-Forschungsgruppenprojekts „Kontroverse Diskurse. Sprachgeschichte als Zeitgeschichte seit 1990″ und stellt sie in einen größeren interdisziplinären Rahmen – mit Beiträgen aus Geschichtswissenschaft und Wissenssoziologie sowie einem öffentlichen Podiumsgespräch, das auch außerhalb der Fachwelt zur Diskussion einlädt.


Drei Tage zwischen Forschung und öffentlichem Diskurs

🗓 Mittwoch, 25.09. — Auftakt & historische Einordnung

Nach einem Graduiertenworkshop eröffnet Martin Wengeler die Tagung mit einem Vergleich von Sprach- und Geschichtswissenschaft. Es folgen Perspektiven aus der Geschichtswissenschaft zur „Verflüssigung des Historischen” seit 1990 sowie aus der Wissenssoziologie zu aktuellen Diversitätsdiskursen. Der Abend klingt bei einem gemeinsamen Abendessen aus.

🗓 Donnerstag, 26.09. — Fünf Themenfelder im Fokus

Der zweite Tag stellt die fünf Teilprojekte der Forschungsgruppe vor: Soziale Sicherheit und Solidarität, Bioethik, Umweltdiskurse, sowie sicherheitspolitische und außenpolitische Debatten – jeweils ergänzt durch externe Fachperspektiven, etwa zu ökologischen Diskursen oder zur deutschen Rolle als „Zivilmacht”. Höhepunkt des Tages ist das öffentliche Podiumsgespräch „Immer kontroversere Diskurse? Sprachreflexionen zur Berliner Republik” mit einem Journalisten, einer Linguistin, einem Soziologen und einer Begriffshistorikerin – moderiert von Martin Wengeler. Im Anschluss lädt die Akademie zum Empfang.

🗓 Freitag, 27.09. — Ausblick auf die zweite Projektphase

Der Abschlusstag beginnt mit einem Vortrag zum methodischen Vorgehen des Projekts und stellt anschließend vier neue Themenfelder für die kommende Forschungsphase vor: Egalität und Diversität, Digitalisierung, Bildung sowie Innere Sicherheit. Die Tagung endet mit der Planung der SuW-Tagung 2025.


Warum teilnehmen?

  • Aktuelle Forschungsergebnisse aus einem laufenden DFG-Projekt aus erster Hand
  • Interdisziplinärer Austausch mit Geschichtswissenschaft und Wissenssoziologie
  • Öffentliches Podiumsgespräch – auch für ein breiteres, politisch interessiertes Publikum zugänglich
  • Blick in die Zukunft – Einblicke in die geplante zweite Phase des Forschungsprojekts

📍 Veranstaltungsort: Akademie der Wissenschaften, Karlstraße 4, 69117 Heidelberg 🎙 Podiumsgespräch: mit Stephan Hebel (Journalist), Maria Fritzsche (Linguistik), Stephan Lessenich (Soziologie) und Barbara Picht (Begriffsgeschichte)

Wir freuen uns auf drei Tage voller Vorträge und Diskussionen darüber, wie sich der Sprachgebrauch der Berliner Republik seit 1990 gewandelt hat – und was das über unsere Gegenwart verrät.